Reiseberichte

 

Regelmässig fahren, bzw. fliegen wir nach Bulgarien ins Tierheim Dobrich.

Es ist sehr wichtig für uns mit den Menschen persönlichen Konakt zu halten, über das Tierheimleben im Bild zu sein, mit zuhelfen und vorallem auch die Hunde und Katzen kennen zu lernen.

 

Den aktuellsten Reisebericht finden Sie immer auf unserer Home- seite.

Reisebericht Mai 2018
Liebe Tierfreunde, auch für dieses Jahr waren und sind Besuche im Tierheim in Dobrich geplant und am 10. Mai soweit, die Reise konnte beginnen. Gespannt, was uns erwarten würde fuhren wir, Uwe und ich, Richtung Bulgarien. Zwei Tage später kamen unser aktives Mitglied Claudia nach Dobrich und auch noch Jutta dazu, für die es wichtig war, aktuelle Informationen der einzelnen Hunde zu bekommen. Sowohl von den schon länger im Tierheim lebenden, wie auch von all den vielen neuen Hunden. Claudia war der "gute Geist" zwischen all dem Trubel: viele Hunde, der Versuch Fotos und Eindrücke/Einschätzungen von den Hunden zu erhalten und zu helfen. Es ist selbstverständlich auch mal "die Schaufel in die Hand zu nehmen und die Hinterlassenschaften der Hunde wegzumachen", Hunde zu kämmen. Wir konnten uns auf einen "aktuellen Stand" bringen.
Besonders auf den neuen Junghunde-/Welpenauslauf waren wir gespannt und er ist einfach toll geworden! Vor allem ist er größer als erwartet und dadurch konnte noch mehr Platz geschaffen werden. Das neu gestaltete Areal kann noch geteilt werden und es wurde auch seitlich zum bestehenden Gebäude betoniert und somit Platz geschaffen. Die Investition hat gelohnt und nun können die Kleinen mit viel mehr Platz und "in Sichtweite" der Mitarbeiter - vor dem OP-Bereich und Aufenthaltsbereich - aufwachsen bzw. der eine oder andere Hund lebt mit den Jungenhunden zusammen.
Im Tierheim gibt es zurzeit sehr viele große Hunde, die sich im sog. "großen Auslauf" befinden. Es war dieses Mal sehr beeindruckend, durch all diese Hunde zu laufen und ein neu hinzugekommener Kangalhündin fand, dass ich unbedingt "Begleitschutz" benötige. Aber sie tat dies so souverän, einfach unbeschreibliche Momente.
Auch sonst ist das Tierheim in einem guten Zustand und nun im Frühjahr wurde und wird überall gehämmert und repariert, was über Winter liegen bleiben musste oder durch Schnee und Eis nicht mehr in Ordnung ist. Maria hat eine neue Mitarbeiterin gefunden, die einfach klasse ist. Sie ist tierlieb, jung, kann zupacken und sieht, wo "Not am Mann ist", eine Bereicherung für das Tierheim. Da sie auch Englisch spricht, konnten wir gut kommunizieren und viele Fragen schnell und direkt klären.
Am 16.5. war ein Besuch in der örtlichen Tierklinik vorgesehen, um 3 Hunde untersuchen zu lassen, wo uns sowie auch unserer Tierärztin ein "seltsamer Gang" aufgefallen ist. Wir wollten abklären, ob u.U. etwas mit den "Hüften sein könnte". An diesem Morgen stand in einer Box eine schwarze Bolonkahündin, die wir auch mitnahmen. Bei den drei Hunden war zumindest auf den Röntgenbildern alles okay und es soll erst einmal beobachtet werden. Leider sah es bei dem kleinen Bolonkamädchen nicht so gut aus: sie war schwanger (allerdings sah es so aus, dass die Babys tot sind), die Hüfte ist gebrochen und Hautwürmer. Die Kleine wurde sofort medikamentös behandelt, zum einen gegen die Hautwürmer als auch Schmerzmittel, später im Tierheim wurde sie auch noch gebadet und wegen dem Bruch wird noch eine weitere fachliche Meinung eingeholt. Das ist Alltag im Tierheim und immer wieder werden Tiere vor dem Tierheim ausgesetzt, auch verletzte und alte Hunde.
Bei den Katzen war es bei unserem Besuch ruhig und fast schon eine "schöne Oase" unter all den vielen herumwuselnden Hunden. Der Katzenbereich ist sauber, hell und sehr schön gestaltet. Wähend unseres Aufenthaltes befanden sich 5 Katzen im Katzenbereich und man wünscht sich, dass dies so bleiben möge. Leider wird auch sicher in Kürze wieder Zuwachs kommen, gerade jetzt im Frühjahr mit dem Nachwuchs.
Bei unserer Rückkehr aus dem Tierheim sahen wir einen jungen, mageren Hund, der uns schon zwei Tage zuvor im Park vor unserem Hotel aufgefallen war. Wir nahmen die Kleine mit und Claudi (wie wir sie tauften), übernachtete bei Jutta.
Sie war völlig erschöpft und so lieb. Bilder s.u. .
Am Freitag nahmen wir sie dann mit ins Tierheim. Nun sucht das liebe Hundemädchen mit dem "Herz auf der Stirn" noch ein liebevolles Zuhause.
Nach den langen Stunden über Tag im Tierheim wollten wir auch etwas von Dobrich sehen. Es gibt einen sehr schönen Stadtpark mit Erholungscharakter und dieses Jahr waren wir zum ersten Mal auf dem Markt. Dieser war interessant und es duftete intensiv nach Gewürzen. Claudia begleitete uns am Samstag und war genauso begeistert wie wir.
Viel zu schnell vergingen die Tage und Jutta reiste schon wieder nach Deutschland zurück. Einen Tag später, am Sonntag, verabschiedeten wir auch Claudia.
Das einzig wirklich "Unschöne" dieses Mal war die Straße vor dem Tierheim! Sie wird gerade erneuert, aber in Bulgarien kann dies schon mal etwas länger dauern und so "richtig Staub aufwirbeln" - im wahrsten Sinne.
Wir blieben noch 2 Tage und konnten noch einiges mit unserer Maria besprechen. In der Nacht zum Mittwoch hieß es auch für uns Abschied nehmen, Abschied von all "unseren" Hunden und von den Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind. Aber wir alle kommen wieder - früher oder später. Uwe und ich allerdings haben schon unseren festen Termin im September und bis dahin sind wir mit unseren Gedanken bei den Tieren.
Ihre Barbara Ostmann  
Reisebericht vom September 2017 
Liebe Tierfreunde,
noch einmal in diesem Jahr fuhren mein Mann, Uwe, und ich nach Bulgarien. Natürlich ging es um das Tierheim, um all die neuen und um die schon seit längerer Zeit im Tierheim lebenden Hunde. Zeitlich passte es sehr gut, da gerade kurz zuvor die Betonierarbeiten durchgeführt und bis zu unserer Ankunft abgeschlossen waren. Das Areal ist richtig toll geworden und man merkt den Hunden an, dass sie wirkliche eine bessere Lebensqualität haben und sich wohlfühlen. Auch für die Mitarbeiter ist es eine Erleichterung und entsprechend froh sind sie über die Verbesserung.
Dieses Mal blieben wir nicht alleine, ein Tag nach unserer Ankunft kamen unsere Carla Fröhlich und Claudia Brecht in Varna an. Es war für beide der erste Aufenthalt im Tierheim und sie waren begeistert von dem was sie sahen und all den freundlichen Hunden und später auch von den Kätzchen.
Es gab viel zu sehen, zu bestaunen und letztendlich auch zu tun. Claudia eröffnete von nun an täglich ihren "kleinen Friseursalon" und kämmte die Hunde, Carla lief mit Block und Stift und natürlich wie wir alle mit Kamera durch das Tierheim. Hierbei half ihr auch immer wieder Claudia. Des Weiteren gab es noch den Quarantänebereich, wo vor allem Claudia zusammen mit Uwe die Hunde versorgte. Wir kauften zusätzlich Nassfutter und die beiden fütterten dann die dort lebenden Hunde. U.a. befand sich dort eine schwangere Hündin, die blinde Windy (inzwischen vermittelt) und Neuankömmlinge. Im großen Auslauf fiel uns eine Hündin auf, die scheinbar Probleme mit den Zähnen hatte. Keine Überlegung: Uwe packte sie - nach Rücksprache mit Tanja, unserer Tierärztin - auf den Arm und auch sie kam in den Quarantänebereich. So gab es die ganzen Tag immer wieder "etwas zu tun und zu helfen".
Uwe fand vor dem Tierheim einen Karton mit 3 kleinen Welpen, vollkommen verfloht! So viele Flöhe hatten wir alle noch nie gesehen! Wir alle badeten die Kleinen, rubbelten sie trocken und dann gab es noch eine ordentliche Portion Puder gegen die Plagegeister.
Dann kam noch weiterer Besuch aus Deutschland von einem jungen Paar, die mit dem Wohnmobil in Rumänien und Bulgarien unterwegs waren. Auch diese beiden waren vollkommen begeistert und wussten gar nicht, was sie zuerst tun sollten. Oivia und Fabian konnten es kaum glauben, dass so viele Hunde so friedlich miteinander leben und wie freundlich die Hunde Menschen gegenüber sind.
Viel zu schnell verging die Woche für Carla und Claudia und es hieß wieder "Abschied nehmen". Noch ein Gruppenfoto am Samstag zusammen mit allen. 
Aber ganz ohne Hund ging es auch nicht und so nahm Carla die kleine April mit nach Deutschland auf Pflegestelle.
Für uns sollte der Aufenthalt noch 2 Tage weitergehen. Allerdings mussten wir dann unfreiwillig verlängern, da wir am Montagnachmittag einen Unfall hatten und dann noch einiges mit Versicherung und Rückreise zu regeln war. Leider ließ sich dieses Ereignis doch nicht so einfach abhaken und es traten dann doch noch gesundheitliche Beschwerden auf.
Wenn es für uns dieses Mal keinen sehr schönen Abschluss gab, so war der Aufenthalt mit all den Tieren und und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.
Ihre
Barbara Ostmann

 

Heike und Jutta haben im August 2017 das Tierheim besucht.

Es war heiss an diesen Tagen, weit über 30 grad und die Hunde lagen viel unter Bäumen, Sträuchern und Hütten, wo immer auch Schatten zu finden war. Da zwei Ausläufe einen Betonboden bekamen, waren die Hunde in einem großes Terrain zusammen gelegt. Das war sehr ungewohnt für die Hunde, weil die Rudel doch immer weitgehend stabil sind, auch wenn die Tore der diversen Ausläufe meist offen stehen.

Wie immer, waren wir mit Block und Fotoapparat unterwegs um unzählige Notizen über die Hunde fest zuhalten. Für Heike war es schon einige Jahre her seit sie das letzte Mal im Tierheim Dobrich war und sie war angenehm überrascht, wie positiv sich doch der Lebensraum für die Tiere entwickelt hat und wie aufgeschlossen die meisten Hunde doch mittlerweile sind.

 

.... und den Reisebericht vom August 2017 von "unserer Katzenbeauftragten" können Sie gerne  hier lesen !

 

 

Reisebericht vom April 2017: Eine aufregende Reise

 

Eine Tierschutzgeschichte, die damit beginnt, dass das Tierheim in Dobrich ein Auto benötigt, um die alltäglichen Fahrten zu bewältigen. Wir sahen uns nach einem Auto hier in Deutschland um, welches „für das Tierheim geeignet“ ist und auch noch bezahlbar war. Der Termin für unseren Aufenthalt stand schon länger fest und zeitlich passte alles perfekt. So konnte eine abenteuerliche Reise am 13.04.2017 beginnen.

Die ersten beiden Tage fuhren wir – ich mit dem neuen Tierheimauto – Uwe mit unserem eigenen Auto in 2 Etappen bis nach Mako an die ungarisch-rumänische Grenze. Von dort ging es dann am Ostersamstag weiter durch Rumänien bis Sofia, wo wir bei einer befreundeten Tierschützerin eingeladen waren. Viele interessante Gespräche und Infos folgten. Ein wenig erholt, traten wir am Ostermontag dann die Fahrt zu unserem Endziel Dobrich an. Es ist ein langer Weg von Sofia nach Dobrich, egal ob man sich für die Landstraße oder die Autobahn entscheidet. Ein wenig müde, aber glücklich da zu sein, kamen wir am späten Nachmittag an.

Am Dienstag dann der erste Besuch im Tierheim, verbunden mit der „Übergabe“ des neuen Autos. War das eine Freude! Maria war so glücklich und dankbar. Allein ihre leuchtenden Augen war die lange Fahrt wert. Aber nicht nur sie, auch alle Mitarbeiter staunten und freuten sich – auch weil das Auto natürlich voll mit vielen Spenden für all die Fellnasen war. Wir hatten für alle etwas dabei: für die Mitarbeiter, all die vielen Hunde und auch ganz viel für die Kätzchen.

Der erste Rundgang und all die vielen, vor allem auch neue und viele junge Hunde, hinterließen einen Eindruck davon, dass hier viel zu tun ist. So war es dann auch.

Zum einen mussten die neuen Hunde fotografiert werden, es mussten Infos erfragt werden. Auch wollte ich sehen, was es an „Reparaturarbeiten“ zu tun gibt? Aber trotz des sehr kalten und schneereichen Winters, ist vieles gut „in Schuss“ und auch den Hunden geht es gut. Bei einigen war der Winterspeck noch sichtbar und auch noch reichlich dickes Fell vorhanden. Der Ernährungszustand ist gut, dank der vielen Spenden konnten die Näpfe immer gut gefüllt werden. Von dem dicken Winterfell konnten wir die Hunde nach und nach mit Bürste und Kamm befreien.

Zurzeit gibt es sehr viele Junghunde vom letzten Jahr im Tierheim. Davon ist fast ein Fellnäschen toller wie das andere. Auch ein paar schüchterne sind dabei, aber in einem eigenen Zuhause tauen diese dann meist schnell auf.

Bei den älteren Hunden ist mir vor allem Lorelei aufgefallen. 

Ein angefahrener Kater wurde zum Tierheim gebracht und er sucht – wenn er wieder vollkommen genesen ist – ein Zuhause bei lieben Menschen.

Das Katzenzimmer wurde, da im April nur zwei Katzen vor Ort waren (der angefahrene Kater musste noch in einer Quarantänebox bleiben), in liebevoller Arbeit neu gestaltet.

Ich wünsche mir sehr, dass viele unserer netten, freundlichen, aufgeschlossenen Hunde – vor allem auch der Junghunde – bald ein liebevolles Zuhause finden.

Leider kann der Umbau, Ausbau und Renovierung unseres aktuellen OP-Bereiches im Moment nicht stattfinden. Durch eine Erkrankung unserer Tierheimleiterin Maria wird dieses Projekt verschoben. Aber wie heißt es so schön „aufgeschoben ist NICHT aufgehoben“. Wir werden Sie darüber auf dem Laufenden halten. Bis dahin werden auf jeden Fall im Eingangsbereich drei Ausläufe renoviert und teilweise mit „speziellen Steinen“ ausgelegt. Durch den vielen Schnee und einigen Regen ist die Oberfläche aufgeweicht. Um bessere Bedingungen für die Hunde zu schaffen, wird dies nun in Angriff genommen.

Am 30.04. traten wir dann die Heimreise an – mit vielen neuen Eindrücken und Gedanken und auch schon mancher Idee für die Zukunft. Aber es war ja kein Abschied für immer. Im Herbst heißt es dann wieder „die Reise nach Dobrich kann beginnen“.

Ihre Barbara Ostmann

 

 

Reisebericht vom August / September 2016:

 

Liebe Tierfreunde,

zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es wieder auf große Fahrt Richtung Bulgarien.

Diese Mal war auch unsere Katzenvermittlerin, Daniela Frank, eine Woche vor Ort. Sie war zum ersten Mal im Tierheim. Ihr erster Eindruck war einfach nur „positiv schön“.

Es gab viele neue Eindrücke, neue und altbekannte Hunde und all die altbekannten Mitarbeiter waren da und unsere Leiterin Maria Velikova.

Allen voran wurden wir von vielen fröhlichen und neugieren Hunden begrüßt.

Daniela schaute vor allem nach „ihren“ Katzen und sie war sehr angetan, wie gut es ihnen ging. 

Natürlich war auch praktisches Anpacken angesagt. Infos und Fotos über einzelne Hunde oder über das Tierheim im Allgemeinen einzuholen war ein weiterer wichtiger Punkt.

Da wir unsere Hündin Betty, der ein Bein amputiert werden musste, bei TA Alexander in Varna abholten, lernte Daniela ihn kennen. Wir alle hatten ein langes Gespräch bzgl. der Tiere im Tierheim, der Situation und wie er dies aus medizinischer Sicht beurteilt. Auch hier konnten wir gemeinsam positive Ansätze für die Zukunft besprechen, die dann auch an Maria weitergegeben wurden.

Daniela Frank flog nach einer Woche mit vielen positiven Eindrücken wieder zurück. Sie konnte einige Ideen umsetzen und Anregungen für Zukunft geben.

Wir hatten noch ein paar Tage und widmeten unsere Zeit natürlich den vielen Hunden und der „allgemeinen Situation im Tierheim“.

Mit vielen neuen Hundeinfos und Fotos ging es dann auf die lange Rückreise. Es gab viel zu tun – und es gibt noch viel zu tun!

Mit Ihrer Unterstützung werden wir es schaffen, das Tierheim weiter zu verbessern (Renovierungsarbeiten, medizinische Abteilung, Ausbau von Hundeausläufen und im Katzenbereich) und als Lebensplatz für unsere nicht vermittelbaren Tiere zu erhalten. 

Barbara Ostmann

 

Reisebericht vom Juni 2016: Diesmal waren Christina und Jutta eine Woche, bzw. drei Tage vor Ort. Im Tierheim haben wir uns sehr viel mit den Hunden , aber auch den Katzen, beschäftigt. Unsere bulgarisch Pflegestelle Galina haben wir wieder einmal besucht und diesmal auch die Klinik in Varna kennen gelernt, wo unsere Notfälle behandelt werden, die in unserem kleinen Op- Raum nicht möglich sind.

 

Reisebericht vom März 2016:

Liebe Tierfreunde,

wieder war es soweit! Zusammen mit meinem Mann und unseren beiden bulgarischen Fellnasen war ich in Dobrich um das Tierheim zu besuchen, um mir einen aktuellen Eindruck zu verschaffen und zu schauen, was es für Fortschritte gegeben hat.

Nach einer 2-tägigen problemlos verlaufenden Fahrt mit Übernachtung in Ungarn kamen wir am 6.3. endlich in Dobrich an. Maria Velikova, die Leiterin des Tierheimes, nahm uns in Empfang.

Ab Montag standen dann neben dem Besuch des Tierheimes, wo wir fast täglich waren, auch Besuche bei unserem Tierarzt Alexander und der Tierklinik in Varna an. Zum einen wollte ich mich auch mit Alexander zur „medizinischen Lage“ unterhalten und in der OVK-Klinik wollte ich natürlich die arme Seele Pepper besuchen und Dr. Hristov kennenlernen. 

Pepper ist so ein lieber Hund und es war wirklich schlimm, ihn so zu sehen. Auch wenn ich weiß und mir versicherte wurde, dass es ihm schon viel besser gehe, machte mich nicht die körperlichen Behinderung als vielmehr die seelische Verfassung sehr traurig. Aber es geht aufwärts, seine Prothese ist fertig und nach meiner Rückkehr habe ich nun erfahren, dass er auch bald aus der Klinik entlassen werden kann.

Im Tierheim selbst gibt es einige bauliche Veränderungen an bzw. in der Halle. So wurde das Gebäude renoviert, gestrichen, ..

Es waren wieder – bei manchen leider – ein paar „gute alte Bekannte“ unter den Hunden, von denen ich z. T. jaulend begrüßt wurde. Auch gibt es positive Überraschungen, dass manche der Hunde wie z. B. Tiffany oder Tara doch sehr offen auf uns zugingen und sich über Streicheleinheiten freuten. Andere wiederum, wie z. B. Rosina lässt sich auf dem großen Gelände streicheln, hüpft und springt neben einem her, aber in kleineren Ausläufen zieht sie sich dann zurück. Es war einfach schön, wieder all die Fellnasen zu sehen. 

Unsere Katzenstation war bei unserem Besuch relativ leer und bis auf ein, zwei etwas scheuere Kätzchen strichen sie um meine Beine, freuten sich über meinen Besuch. Gut, dass es aktuell nicht so viele Katzen sind, leider steht das Frühjahr vor der Tür und sicherlich werden auch wieder Kitten gefunden, abgegeben und die Katzenstation wird bald wieder voller werden. Den Katzen geht es gut und sie haben eine richtige „Kletter-Höhlen-Liege-Landschaft“ erhalten und haben viele Möglichkeiten, sich zurückziehen, Platz zum Ruhen oder Klettern. Auch hier hat sich viel getan. Es wurde auch eine zweite „Schutztür“ hinter der eigentlichen Eingangstür errichtet, um zu vermeiden, dass Kätzchen hinausschlüpfen.

Auch besuchten wir Galina, unsere Pflegestelle für Welpen/Junghunde und die bei ihr lebenden Hunde. Allen voran der „Hundeherr im Haus“ Momo. Er hat so viel Energie und bräuchte dringend ein Zuhause.

Am 18.3. traten wir, nun mit noch einer Fellnase mehr – Cockermix Robin – die Heimreise an. Robin ist mit dem Tierheimalltag und all dem Trubel nicht zurecht gekommen und hat so sehr gelitten, dass er kaum noch gefressen hatte und jeden Tag ein bisschen mehr abgebaut hatte, sodass ich am 4. Tag beschloss, ihn mitzunehmen. 

Wir nahmen nicht nur einen Hund mehr mit, sondern auch ganz viele Erinnerungen,  Eindrücke und Informationen, die erst einmal „verarbeitet“ werden müssen. 

Auch wenn es Fortschritte gibt, es ist noch viel zu tun! 

 

Bärbel Ostmann

 

Reisebericht von Juni/ Juli 2015

 

Liebe Tierfreunde,

im Juni war es wieder soweit und wir – mein Mann Uwe, unsere beiden bulgarischen Fellnasen Roschka und Grey und ich – machten uns mit einem vollbeladenen (und damit meine ich nicht nur unser „Reisegepäck“) Auto auf die lange Reise nach Dobrich/ Bulgarien.

Nach 2 Tagen, einer Übernachtung an der ungarisch- rumänischen Grenze und ca. 24h Fahrt, kamen wir in Dobrich an.

Unser Hotel, welches Maria, unsereTierheimleiterin, uns gebucht hatte, lag etwas außerhalb, war auf einer Seite voneinem kleinen Wald umgeben und grenzte andererseits an einen wunderschönen Park an. Ideale Voraussetzungen für „Urlaub mit Hund“, ein bisschen Urlaubsfeeling.

Wir waren 2 Wochen vor Ort und natürlich stand „das Tierheim“ mit allem was dazugehört im Vordergrund unseres Aufenthaltes.

Nach 3 Tagen kam Jutta dazu. Sie blieb 1 Woche und so konnten wir richtig viele Infos sammeln, Fotos schießen und natürlich bekamen wir in dieser Zeit auch einiges mit, was es heißt „Alltag“ im Tierheim.

 

Es gab schöne, aber auch  Geschichten, die schwer zu verstehen waren.

Wurden an einem Spätnachmittag 3 Hündinnen (2 davon tragend, sie bekamen am nächsten und übernächsten Tag ihre Welpen) in einem zugebunden Plastiksack vor dem Tierheim abgeladen. Siehe die links von Heidi, Emma und Paula (Bilder s.u.)

 

Auch saßen mehrmals mutterlose Welpen in der Hundeklappe, ein kleines Kätzchen gebracht, welches von Jugendlichen auf den Boden „geknallt“ wurde und an allen 4 Füßchen Teer hatte.

Ein Colliemix wurde abgegeben, dessen Zustand so erbärmlich war und der, trotz medizinischer Versorgung, nach einigen Tagen verstarb.

Eindrücke, die man erst einmal verarbeiten muss. Nicht nur die Gedanken um die armen Fellnasen machen zu schaffen, auch der Gedanke, warum Menschen teilweise so herzlos sein können?? Wurden doch an einem Tag von 2 Männern 4Welpen abgegeben mit der Begründung, dass ihre Hündin zweimal jährlich Welpen bekäme und diese nun „zu viel“ seien. Auf die Bitte, die Hündin zum Kastrieren zubringen, reagierten sie gar nicht, stiegen ins Auto und waren weg.

Auch wenn diese Eindrücke haften bleiben, gibt es viel Positives über die

Entwicklung des Tierheims zu berichten. Die Anzahl der Hunde liegt nun um über 500 Hunde. Inzwischen wurde das „Katzenzimmer“ noch weiter ausgebaut und ein Außenauslauf kam hinzu. Des Weiteren konnte eine zweite Tierärztin eingestellt werden, sodass die Versorgung der Tiere gewährleistet ist.

Wir konnten uns auch überzeugen, dass der Kastrationsvertrag mit der Stadt Balchik umgesetzt wird und Hunde von dort im Tierheim kastriert werden. Räumlich wurde schon vor unserer Ankunft, aber auch während unseres Aufenthaltes umgebaut/neugestaltet und kräftig „gewerkelt“, um Platz zu schaffen für Ausläufe und/oder Lagermöglichkeiten für Spenden. Klar, packte gerade hier mein Mann auch mal tatkräftig mit an und es machte richtig Spaß zu sehen und spüren, wie engagiert nicht nur die „männlichen Handwerker“ waren. Alles in allem, ob die Frauen, die beiden Tierärztinnen, die Männer sowie allen voran unsere Tierheimleiterin Maria

Velikova, wirken sehr engagiert und man spürt, dass – trotz der manchmal

schlimmen Ereignisse – es den Mitarbeitern Spaß macht und sie zu einem Teamzusammenwachsen.

Seit ein paar Wochen haben wir ja auch eine „Welpen-Pflegestelle“ in einem Dorf, unweit vom Tierheim entfernt. Galina kümmert sich dort um mutterlose Welpen. Zu ihr wurden auch die 4 Welpen gebracht, die abgegeben wurden. Ihr Platz ist zwar begrenzt, aber so konnten doch schon einige Welpen „überleben“, die u.U. im Tierheim kaum eine Chance gehabt hätten. Galina sorgt sich rührend um die kleinen Wesen und ihre Hündin Dona hilft ihr dabei, als „Hundemama“ sozusagen.

Aber auch ihre Oma, eine ganz liebenswerte alte Frau, sitzt bei den Kleinen und freut sich sehr, hier „etwas tun zu können“. Für sie werden wir einen Rollwagen suchen, damit sie sich auf ihrem Grundstück besser bewegen kann.

Mit dem durch und durch positiven Gefühl, dass es den Tieren, ob Hunden oder Katzen, gut geht, dass sich die Mitarbeiter mit ihrer Arbeit im Tierheim identifizieren und es ihnen Spaß macht im Tierheim, traten wir dann die Heimreise an. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wissen wir doch, dass sich die Entwicklung des Tierheims auf einem sehr guten Weg befindet und die Tiere jede Mühe wert sind, aber auch die Unterstützung der Menschen!

 

Barbara Ostmann

 

Nachtrag: Bilder von den glücklichen Hündinnen Heidi und Paula (die Hündinnen aus dem Sack , s.o.) in ihrem neuen Zuhause von 2016 und 2017.

 

Reisebericht vom April 2015

 

Nur eine Geschichte, die wir bei unserem Besuch im Tierheim, im Frühling 2015 erlebten. Bärbel, Jutta und Mona fuhren zu Galina, die in einem Nachbardorf wohnt und Straßentiere füttert und versorgt. Sie erzählte uns von all den traurigen Dingen, die mit den Tieren rund um sie herum passieren, u.a. auch von einem alkoholkranken Mann, der seine Hunde an der Kette einfach vergessen(!) hat. Sie liegen dort, noch immer angekettet, totverhungert und verdurstet

Galina fragte uns, ob wir das sehen wollten, könnten? .... und auch, dass es dort noch einen dritten, noch lebenden Hund, gäbe (der nur mit vertrockneten Maiskolen gefüttert wird). Sie habe dem Mann schon gesagt, dass sie diesen Hund bald wegholen würde. Wir fuhren umgehend zu dem völlig verwahrlosten Haus, sahen das Drama, brachten die, noch junge Hündin in Sicherheit, bzw. ins Tierheim und nannten sie Galina. Die junge Hündin verstand sofort, taute im TH bald auf , war fröhlich und scheinbat sehr dankbar - Küsschen, stellvertretend für alle Beteiligten, inclusive! Schon im Juli durfte die bildhübsche Galina in ihr neues Zuhause (letztes Bild) umziehen - Happy End, wenigstens für Galina!     

Die junge Hündin verstand sofort, taute im TH bald auf , war fröhlich und scheinbat sehr dankbar - Küsschen inclusive! Im Juli  schon durfte die bildhübsche Galina in ihr neues Zuhause (letztes Bild) umziehen - Happy End!

 

Mit Grüßen von unseren bulgarischen Hunden!

Jutta Kromer  

update vom August 2015: Galina beobachtet, ob dieser Mann nicht wieder einen Hund angekettet hat. Und wirklich , diesen Monat war es soweit - ein Welpe!

Auch den hat Galina mitgenommen und gesagt, das nächste Mal ruft sie die Tierschutzpolizei!! Der Welpe wird nun auch bei ihr auf der Pflegestelle mit den anderen jungen Hunden aufwachsen dürfen - in Sicherheit!

 

1. Reisebericht vom Juni 2014 - ein frohes Wiedersehen!

 

... waren Bärbel, ihr Mann Uwe und Jutta eine Woche in Bulgarien. Wir haben uns sehr gefreut Menschen und Hunde im Tierheim, nach doch ca. vier Jahren, wiederzusehen. Die Tage vergingen wie im Flug! Es wurde viel besprochen, fotografiert, informiert und  Zeit bei den Hunden verbracht.

Leider hatten wir nicht soviel Glück mit dem Wetter, bei Sonne sieht immer alles hübscher aus, nicht zuletzt die Bilder von den Hunden, die wir gemacht haben.

 

 

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Wer hat ein Plätzchen frei für die, nicht mehr ganz jungen Jeanny, Debbie und Ondra

Pinsel hätte nach Eingewöhnungszeit im neuen Zuhause gerne wieder Freigang. Gerne vermitteln wir ihn dann in Einzelhaltung.

 

 

 

 

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