Situation der (Straßen- )Tiere in Bulgarien

In Bulgarien sieht man sie überall - Straßentiere und wenn sie einmal da sind, werden es immer mehr. Irgendwann werden sie von einem Teil der Bevölkerung nicht mehr geduldet und es werden, aus irgendeinem Grund (z.B. gerne, sie seien agressiv), die Hundefänger gerufen und die Hunde werden in ein städtisches Tierheim gebracht. Zukunft? Ungewiss!

 

Seit 2008 gibt ein hoffnungserweckendes, relativ fortschrittliches Tierschutzgesetz. Es soll vor allem die Problematik der Straßenhunde angehen, die besonders in den Großstädten zahlreich leben, denn dort finden die Tiere am ehesten Futter und manchmal auch Ansprache.

Vorher gab es Isolatoren, Tötungsstationen, in denen 100000e Hunde ihr Leben grausam lassen mußten. Diese Stationen heissen nun Tierheime, in welchen die Straßenhunde kastriert und nach dem Eingriff, wieder auf die Straße gebracht werden sollen(?!). Eine Überlebensgarantie ist das jedoch nicht, denn das Gesetz exisitiert meist nur auf dem Papier. Niemand kontrolliert, ob und wie es eingehalten wird.

2009 im Isolator in Rousse (im Aussenbereich) völlig verstörte und verängstigte Hunde
2009 im Isolator in Rousse (im Aussenbereich) völlig verstörte und verängstigte Hunde

 

Der niedrige Stellenwert der Tiere, die schwierige wirtschaftliche Situation und der kaum vorhandene aktive Tierschutz im Lande, lässt die Bevölkerung nur sehr langsam umdenken.

Bulgarien ist das ärmste Land in der EU und auch Korruption stellt ein gravierendes Problem dar. Es sind kaum Menschen in den Dörfern geblieben. Die Meisten (oft junge Leute) sind, auf der Suche nach Arbeit, weggegangen. Die zurückgebliebene, meist alte Bevölkerung hat selbst kaum etwas zum essen. Die kleine Rente geht für Strom und Medikamente drauf. Es gibt Hunde, die fressen Dreck, weil sie nichts anderes haben und sterben daran.

Hunde müssen auch nicht selten an der sehr kurzen Kette leben, einsame Höfe oder Lagerhallen bewachen, allein, für ein soziales Tier besonders traurig. Sie sind der Willkür der Menschen ausgesetzt, Hündinnen werden bestiegen, bringen jedes Jahr Nachwuchs auf die Welt. Dieser wird meistens ertränkt oder auf einem einsamen Feld oder im Wald, weit ausserhalb, ausgesetzt. Vielleicht darf der Stärkste überleben, aber wie?

Das ein Tier auch ein Lebewesen ist, welches man nicht ungestraft misshandeln und quälen darf, ist bei den Wenigsten angekommen. Auf die Frage, warum, ist die Antwort: "So wurde es immer gemacht!", die meisten Menschen überlegen gar nicht weiter.

Djimbo war im Sommer 2020 an einer 1,5 m kurzen Kette angebunden, zwischen Müll. Er schaffte es dann glücklich ins Tierheim nach Veliki Preslav (letztes Bild), verstarb aber tragischerweise bald darauf, weil er krank war. Wir hätten ihm so sehr wunderschöne Jahre in einem liebevollen Zuhause gewünscht.

 

Die junge Kettenhündin Galina (unten) konnten wir 2016 retten. Für die beiden anderen Hunde auf dem Hof kam aber jede Hilfe zu spät. Sie lagen noch angekettet neben ihren Hütten - verhungert und verdurstet - sie waren einfach vergessen worden von dem Hausbesitzer, obwohl er dort noch (alkoholkrank) lebte!!

Gaina kam ins Tierheim nach Dobrich und fand dann auch bald ein Zuhause in Deutschland.

Auch mancher Glaube ist noch in der meist  älteren Bevölkerung fest verankert. Eine Verbrennungsnarbe an der Nase, was in Bulgarien auf dem Land üblich ist - lässt die Menschen glauben, dass so der Hund nicht krank wird oder abgeschnittene Ohren, dass der Hund schärfer wird.

 

Die größte Hoffnung liegt also, wie so oft bei der Jugend, die durch länderübergreifende Medien, sensibilisiert wird und so aufgeschlossener dem Tierschutz gegenübersteht.

So wünschen wir uns ganz besonders, dass wir durch unsere Arbeit vor Ort, viele Menschen erreichen und so ein Umdenken in der Region statt findet.

Das in Bulgarien vermittelte Hunde ein gutes Leben haben und das auch ein "Nicht- Rasse- Hund" liebenswert ist, von dem soooooo Viele und nicht nur  im Tierheim Dobrich gibt.

 

Im Dezember am Stadtrand von Dobrich ausgesetzte, "übrige" Welpen - hilflos in der Kälte, ohne Mutter, sich selbst überlassen, frierend, hungrig, durstig, ...


 

 

Streunerleben - ein tagtäglicher Kampf ums Überleben.

 

Durst, Hunger, Gefahr durch Unfälle, erfrieren, vergiften, eingefangen in Todestationen zu enden, ... seltenst sieht man ältere Straßentiere, die meisten von Ihnen sterben früh. Und gibt es weniger Straßenhunde, nimmt die Zahl der Katzen zu, die auf der Straße leben müssen.

Doch etwas Gutes hat das Straßenleben: die Tiere leben in Freihheit, nicht allein, an einer kurzen Kette, nicht in einem engen Zwinger in dunklen Räumen, auf kalten ungemütliche Fliesen. Oft leben die Hunde im Rudelverband mit ihren Artgenossen zusammen.

Wenn die Tiere einen sicheren, geschützten Unterschlupf gefunden haben und mit großem Glück, jemand gefunden haben, der sie mit Fressen und Wasser versorgt, geht es manchem Streuner besser, wie einem vereinsamten, eingesperrten Artgenossen.

Ein normales Bild in Bulgarien auf dem Land: mit Pferd und Wagen unterwegs
Ein normales Bild in Bulgarien auf dem Land: mit Pferd und Wagen unterwegs

Warum Auslandshunde?

Es ist nicht nur unsere Pflicht, die Tiere in unserer Obhut zu ernähren und bei Krankheit zu pflegen. Es ist ebenso unsere Pflicht, den Tieren ihre Würde zu bewahren.

 

 

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Hunde im Tierheim Veliki Preslav suchen ein Zuhause

Bandit lebt schon 10 Jahre im Tierheim!

Hundemädchen Monika

 

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