Gedanken vor der Adoption

BEVOR Sie sich für die Adoption eines Hundes entscheiden, sollten Sie sich über folgende Punkte gründliche Gedanken machen:

  • Passt ein Hund, bzw. mein Wunschhund überhaupt in unser Leben?
  • Sind wirklich alle Familienmitglieder einverstanden und bereit Aufgaben zu übernehmen?
  • Sind die Kinder schon alt genug und vernünftig für den Umgang mit Ihrem Wunschhund?
  • Reagiert niemand allergisch gegen Hundehaare?
  • Wie stabil ist meine Lebenssituation?
  • Habe ich eventuelle Änderungen in meiner Lebensplanung berücksichtigt? (Partner, Kinder, Umzug, Karriere, Gesundheit ... )
  • Kann ich mir für die ersten Tage nach dem Einzug des Hundes einige Tage, besser 2- 3 Wochen, Urlaub nehmen?
  • Wie lange muss der Hund alleine bleiben? 

Ein Hund sollte nicht über ca. 4-5 Stunden alleine gelassen werden.

In jedem Fall sollte der Hund vorher ausgelastet werden, damit er in der Zeit ruhen kann. Ein zweiter Hund ersetzt nicht den Menschen, macht aber das Alleinsein häufig angenehmer. 

 

Sind die Wohnverhältnisse für meinen Wunschhund geeignet?

  • Liegt das Einverständnis des Vermieters, zur Hundehaltung vor?
  • Passt die Wohnsituation auch zu einen alten Hund/ wenn der Hund älter wird?
  • Muss der Hund viele Treppen steigen/ gibt es einen Aufzug/  kann ich den Hund tragen?
  • Was geschieht bei einem Wohnungswechsel?
  • Vor allem wenn Welpen und Junghunde einziehen sollen, ist eine gute Absicherung von Gefahrenquellen, wie losen Kabeln, Steckdosen (durch Kindersicherungen) und Elektrogeräten, besonders wichtig

 

Was erwarte ich von einem Hund/passt der Wunschhund zu mir?

  • Mein Wunschhund ist Sozialpartner, Begleiter bei sportlichen Aktivitäten, Spielkamerad oder vielleicht lieber ein Schmusehund und ruhiger Gesellschafter
  • sind bereits vorhandene Hunde/ Katzen verträglich
  • Ist der ausgewählte Hund verträglich mit Artgenossen und anderen tierischen Mitbewohnern

Wir sind bemüht, die Eigenschaften der Vermittlungshunde vorab zu beschreiben, aber das ist natürlich immer nur begrenzt möglich (extrem ängstliche/ spezielle Hunde stellen wir nicht zur Vermittlung ein, sie suchen Paten)

 

Kann ich meinem Wunschhund gerecht werden?

Ein Hund ist ein Freund fürs Leben, aber er hat Bedürfnisse:

  • Bin ich bereit, täglich einen Teil meiner Freizeit auf einen Hund und seine Bedürfnisse abzustimmen?
  • Gebe ich dem Hund wirklich den Auslauf, den er benötigt, auch bei schlechtem Wetter, ein Hundeleben lang?
  • Mit kurzen Spaziergängen ist es nicht getan. Ein Hund möchte gefordert und beschäftigt werden. Als ein hochsoziales Lebewesen braucht er den regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen

 

Eingewöhnung & Training sind auch mit Arbeit verbunden

Die meisten Tiere haben noch kein Zuhause gehabt, sondern haben auf der Straße und/oder im Tierheim gelebt.

Sie kennen kein Haus von innen.

  • Vielleicht sind sie noch nie durch eine Tür gegangen oder eine Treppe gelaufen
  • Bin ich mir darüber bewusst, dass die Hunde noch keine Ausbildung gehabt haben, meist nicht einmal eine Leine kennen?
  • Stubenreinheit muss häufig erst gelernt werden. Bei älteren Hunden (nicht Welpen) geht das meist recht schnell oder gar sofort, denn kein Hund verunreinigt gerne sein Heim.
  • Habe ich Lust und Zeit in eine Hundeschule zu gehen?
  • Komme ich auch mit eventuellen Verhaltensproblemen klar, bzw. bin bereit daran zu arbeiten?
  • Durch mangelnde oder negative Erfahrungen kann es sein, dass die Hunde anfangs zurückhaltend oder gar ängstlich dem Menschen (manchmal auch nur Männern) gegenüber sind.

Bei den Meisten legt sich das sobald sie Vertrauen zu ihren Menschen aufgebaut haben und damit Selbstvertrauen gewonnen haben. 

 

Bin ich mir über anfallende Kosten bewusst?

Schutzgebühr, Erstausstattung, Futter, Pflege, Tierarzthonorare (regelmäßige: Impfungen und Entwurmung, unregelmäßige: z.B. bei Unfall oder einer plötzlich auftretenden Krankheit), Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Hundeschule, Unterbringung in einer Hundepension bei Abwesenheit durch Urlaub/Krankheit

 

Habe ich einen Plan B?

Im Falle einer plötzlich auftretenden, längeren/schweren Krankheit und wenn der Urlaub mit Hund nicht möglich ist, muss rechtzeitig eine geeignete und zuverlässige Unterkunft gefunden werden, wenn möglich bei Menschen die der Hund schon kennt. Bedenken Sie bei der Mehrhundehaltung auch, es ist schwieriger mehrere Hunde unterzubringen.

  • Verwandte, Freunde, Kollegen
  • Hundepension (für die Ferienzeit frühestmöglich anmelden)

Es gibt viele Möglichkeiten, aber man sollte schon mal vorausschauen, für den „Fall der Fälle“. 

 

Einen Hund bei sich aufzunehmen bedeutet Verantwortung!

Ein Hund ist eine große Bereicherung im Leben, aber damit einher geht auch eine dauerhafte Verantwortung. 

Bin ich wirklich Bereit, diese ein Hundeleben lang, d.h. vielleicht sogar über 16 Jahre hinweg zu übernehmen und mit meinem vierbeinigen Freund durch dick und dünn zu gehen, ohne bei möglichen Problemen gleich das Handtuch zu werfen?